tool/keycloak_bootstrap.sh importiert den Realm `holzleitner` idempotent über die Keycloak-Admin-REST-API und konfiguriert ihn passend zum Backend (Client holzleitner-app mit PKCE + Audience-Mapper holzleitner-api + personalnummer- Claim, Rolle driver, Service-Account-Client holzleitner-provisioner, Test-User). Löst den compose-`--import-realm`-Gotcha (greift nur beim ersten Start mit leerem Volume): das Skript wendet die Realm-JSON jederzeit an. - Startet Keycloak bei Bedarf (docker compose), wartet auf Erreichbarkeit, holt Admin-Token, legt den Realm via POST /admin/realms an. - Default non-destruktiv (überspringt vorhandenen Realm); --reset löscht + importiert neu (Warnung: provisionierte Fahrer-Konten gehen verloren). - Verifiziert die Clients und gibt die passenden [keycloak]-config.toml-Werte aus. Deps: bash + curl + python3 (kein jq). Verifiziert: Import gegen Test-Realm → Token für testfahrer trägt aud=holzleitner-api, personalnummer=1001 (int), Rolle driver. README: Keycloak-Abschnitt aktualisiert (Import-Gotcha + Skript). Co-Authored-By: Claude Opus 4.8 (1M context) <noreply@anthropic.com>
6.2 KiB
Holzleitner-Backend
Rust-Backend für die Holzleitner-Lieferservice-App. Workspace mit Clean
Architecture: domain → application → infrastructure → api.
Schnellstart (lokale Entwicklung)
# 1) Postgres + Keycloak hochfahren
docker compose up -d
# Keycloak braucht ~30s bis "Listening on http://0.0.0.0:8080" im Log steht.
# 2) Konfiguration vorbereiten
cp config.example.toml config.toml
# Werte in config.toml anpassen (DB-URL, Keycloak-Issuer, ERP-Zugang, …).
# 3) Backend starten
cargo run -p holzleitner-api
Migrations laufen beim Start automatisch über sqlx::migrate!.
Smoke-Test danach:
curl http://127.0.0.1:3000/health
# → ok
curl http://127.0.0.1:3000/accounts/1001
# → {"personalnummer":1001,"name":"Müller Logistik GmbH","active":true}
Keycloak (Dev)
| Wo | URL / Credentials |
|---|---|
| Admin-Console | http://localhost:8080/admin/ (admin / admin) |
| Realm | holzleitner |
| Client | holzleitner-app (public, PKCE) |
| Test-User | testfahrer / test · Personalnummer 1001 · Rolle driver |
| Audience im Access-Token | holzleitner-api |
Der Realm liegt in keycloak/import/realm-holzleitner.json und ist bereits
passend zum Backend konfiguriert (Client holzleitner-app mit PKCE +
Audience-Mapper holzleitner-api + personalnummer-Claim, Rolle driver,
Service-Account-Client holzleitner-provisioner, Test-User). Wer in der
Admin-UI Änderungen macht, sollte sie in die JSON zurückspielen.
Wichtig: Das compose---import-realm greift nur beim ersten Start
(solange das keycloak-data-Volume leer ist) — spätere JSON-Änderungen landen
NICHT automatisch in Keycloak. Zum Anwenden/Bootstrappen:
# Importiert den Realm über die Admin-REST-API (idempotent, startet Keycloak
# bei Bedarf via docker compose). Tut nichts, falls der Realm schon existiert.
./tool/keycloak_bootstrap.sh
# Sauberer Neu-Import (LÖSCHT den Realm inkl. provisionierter Fahrer-Konten):
./tool/keycloak_bootstrap.sh --reset
Das Skript gibt am Ende die [keycloak]-Werte aus, die in die config.toml
gehören (issuer_url, audience, provisioner-secret …). Overrides via
KC_URL / KC_ADMIN / KC_ADMIN_PASSWORD / REALM_FILE.
Token für Dev-Tests holen
curl -s -X POST \
http://localhost:8080/realms/holzleitner/protocol/openid-connect/token \
-d 'grant_type=password' \
-d 'client_id=holzleitner-app' \
-d 'username=testfahrer' \
-d 'password=test' | jq -r .access_token
Den Token in den Authorization-Header packen, sobald die JWT-Middleware
in der API-Schicht aktiv ist:
TOKEN=$(curl -s -X POST .../token -d ... | jq -r .access_token)
curl -H "Authorization: Bearer $TOKEN" http://127.0.0.1:3000/accounts/1001
Crate-Layout
| Crate | Inhalt | Abhängigkeiten |
|---|---|---|
holzleitner-domain |
Reines Domänenmodell (serde + UUID + chrono) | — |
holzleitner-application |
Use Cases und Ports (Trait-Definitionen für Repository, AuthService) | domain |
holzleitner-infrastructure |
Konkrete Adapter (sqlx-Postgres, später Keycloak) | domain, application |
holzleitner-api |
Axum HTTP-Layer + Composition Root | alle |
Konfiguration
Werte werden aus config.toml gelesen (Vorlage: config.example.toml),
gruppiert in TOML-Sections. Der Dateipfad ist über die Env-Variable
HOLZLEITNER_CONFIG überschreibbar (z. B. im Deployment); Default ist
config.toml im Arbeitsverzeichnis. Die echte config.toml enthält
Secrets und ist .gitignore-t.
| Section | Bereich | Pflicht? |
|---|---|---|
[server] |
Bind-Host/Port | ja |
[database] |
Postgres-URL, Pool-Größe | ja |
[keycloak] |
OIDC-Issuer, Audience, JWKS-Cache, Provisioning | ja |
[gsd] |
DOCUframe-REST (Datei-Upload) | ja |
[erp] |
ERPframe-MSSQL (Touren-Pull) | optional |
[import] |
Import-Scheduler (Cron, Offset) | optional |
[report] / [signature] / [attachment] |
Lokale Speicher-Pfade | optional |
[dev] |
today_override, sync_enabled (DEV-ONLY) |
optional |
[admin] |
api_key für das /admin-Gate |
optional |
[logging] |
Log-Filter (Default; RUST_LOG-Env hat Vorrang) |
optional |
Unbekannte Schlüssel werden beim Laden abgewiesen (deny_unknown_fields),
sodass Tippfehler sofort als Startfehler auffallen.
Migrations
Migrations liegen im Workspace-Root migrations/. Eingebettet via
sqlx::migrate!() — kein zusätzlicher Laufzeit-Dateizugriff nötig.
Neue Migration anlegen:
# Format: <epoch>_<beschreibung>.sql, z.B.:
touch migrations/0002_tour.sql
Logging
tracing + tracing-subscriber mit EnvFilter. Der Default-Filter steht
in config.toml unter [logging] filter; die Env-Variable RUST_LOG hat
Vorrang (Ad-hoc-Debugging ohne Datei-Edit, z. B. RUST_LOG=debug cargo run).
Im Konsolenmodus geht alles auf stderr. Im Windows-Dienst-Modus
(keine Konsole) wird stattdessen in rollende Tages-Logdateien unter
[logging] dir (Default logs/, relativ zur EXE) geschrieben.
Windows-Dienst
Das Backend kann als Windows-Dienst laufen (gleiches Muster wie der
Mail-Client). Beim Start versucht die EXE zuerst, sich beim Service Control
Manager zu registrieren; gelingt das nicht (interaktiver Start), fällt sie in
den Konsolenmodus zurück. --console (bzw. -c) erzwingt den Konsolenmodus.
Der Dienst setzt sein Arbeitsverzeichnis auf das EXE-Verzeichnis — config.toml,
data/ und logs/ müssen also neben der EXE liegen.
# 1) Release-Build (auf dem Zielsystem oder per Cross-Build)
cargo build --release -p holzleitner-api
# 2) target\release\holzleitner-server.exe + config.toml + die *.ps1-Skripte
# in ein Installationsverzeichnis kopieren, z. B. C:\HolzleitnerBackend\
# 3) Als Administrator registrieren (Dienst "Holzleitner Backend")
.\install-service.ps1
# Optional mit Dienstkonto (DB-/Netzwerkzugriff):
.\install-service.ps1 -Credential (Get-Credential)
# Entfernen
.\uninstall-service.ps1
Der Dienst startet verzögert-automatisch (nach den System-/DB-Diensten) und
wird bei Absturz 3× im Abstand von 60 s neu gestartet. Interner Dienst-Name:
HolzleitnerBackend. Boot-Fehler vor der Logger-Initialisierung (z. B.
fehlende config.toml) landen in holzleitner-backend-fatal.log neben der EXE.